Sperling und das Loch in der Wand
ZDF, 1996
Regie: Dominik Graf
Produktion: Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft
Darsteller: Dieter Pfaff, Benno Fürmann, Petra Kleinert, Hans-Joachim Grubel, Julia Jäger, Ulrich Nöthen, u.a.

Sperling und das Loch in der Wand bildete den Auftakt einer Kriminalfilmreihe, die im deutschen Fernsehen für sein Genre neue Maßstäbe setzte. Gemeinsam entwickelten Hauptdarsteller Dieter Pfaff, Autor Rolf Basedow und Regisseur Dominik Graf die Idee eines "Krimis ohne Gewalt", der allein durch Spannung und Intelligenz fesselt. Hauptkommissar Sperling ist ein Kriminalist, der mit Witz, Phantasie, unterhaltendem Charme und Menschlichkeit seiner detektivischen Arbeit nachgeht. Er löst die Fälle auf seine Art und Weise, mit seiner scheinbar trägen Leibesfülle täuscht er den biederen Spießer vor, nur um seine ihn unterschätzende Gegner mit Ausdauer und Humor zu überlisten.
Die Titelmusik für dieses Krimiformat ist vielleicht die erste Filmmusik im deutschen Fernsehen, die offensiv und authentisch mit Scratches und Hip Hop Elementen arbeitete. Andreas Bicks eingängige Titelmelodie und seine Arbeit an Teilen der Illustrationsmusik wurde für den Rolf-Hans-Müller-Preis für Fernsehfilmmusik nominiert.
Der Film gewann den Adolf-Grimme-Preis und auch Dominik Grafs zweite Arbeit in der Sperling-Reihe, "Sperling und der brennende Arm", wurde auf dem Filmfest in München ausgezeichnet.