Mexico Cityscape
Octavio Paz, der in einem Vorort von Mexico City aufwuchs, schrieb in einem seiner Gedichte:
Between what I see and what I say
Between what I say and what I keep silent
Between what I keep silent and what I dream
Between what I dream and what I forget:
Poetry.
Man könnte das Wort Poesie auch durch Geräusch oder Krach ersetzen, wenn man an die mexikanische Gewohnheit denkt, durch viel Lärm auf sich aufmerksam zu machen, wie es die verschiedenen Straßenhändler und Geschäftsleute gewohnt sind. Diese Neigung zum Lärm kann gleichermaßen als ignorant oder höchst tolerant aufgefasst werden. Paz hätte diese Liebe zu Musik, Lärm und Menschenmengen als Verdrängung einer tiefer liegenden Isolation und Düsterkeit beschrieben. Im „Labyrinth der Einsamkeit“ stellt er fest, dass diese Einsamkeit für die mexikanische Sicht auf den Tod, ‚Fiesta’ und Identität verantwortlich ist. Der Tod wird als ein Ereignis gesehen, das zugleich gefeiert und abgewehrt wird, weil die mit ihm einhergehende Unsicherheit, was nach ihm folgt, zutiefst gefürchtet wird. Die mexikanische ‚Fiesta’ hingegen repräsentiert die Gemeinschaft, das Bedürfnis, nicht allein sein zu wollen und bringt so das wahre Wesen des Mexikaners zum Vorschein.
In diesem Track habe ich einige der Sounds und Aufnahmen versammelt, die ich vor allem in Mexico City (und teilweise in Oaxaca) 2008 aufgenommen habe und die die Konflikte der mexikanischen Identität akustisch illustrieren mögen.