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Juli 2010: Essay in "Neue Zeitschrift für Musik"

Essay "Von Bäumen und Geräuschen" in der Juli/August-Ausgabe der "Neuen Zeitschrift für Musik" veröffentlicht

September 2010: Fire und Frost Pattern erscheint auf Gruenrekorder

Die Veröffentlichung von Fire and frost pattern auf dem deutschen Label Gruenrekorder ist auf September verschoben worden.

November 2010: Nächtelang über dem Fluss

Musik zu dem Hörspiel "Nächtelang über dem Fluss" von Sylvia Kabus auf Deutschlandradio Kultur


Field Recording

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Big Ben and Barrel Organs in the Streets

Von meiner neulichen Reise nach Mexiko konnte ich einige Klangeindrücke mit europäischen Wurzeln mitbringen: Der Torre Latinoamericana, einst das höchste Gebäude Lateinamerikas, spielt zu jeder vollen Stunde eine billige, digitale Variante des Westerminster Chime von Londons Big Ben über Lautsprecher auf der Spitze des Turmes. Und berüchtigt in den Straßen von Mexico City und anderen mexikanischen Städten sind die oft fürchterlich verstimmten Drehorgeln, die einmal die Straßen Londons und anderer europäischer Metropolen bevölkerten. Wenn man die verzerrte Drehorgel in dieser Aufnahme hört, kann man Charles Dickens’ Klage über die scheußlichsten Klänge, die man sich vorstellen kann, gut verstehen, die ihn offenbar immer wieder vom Schreiben abgehalten haben. Ein weiteres Beispiel der Faszination der Literatur mit den Klängen der Stadt ist dieser Auszug aus Virginia Woolfs „Mrs. Dalloway“:

“For having lived in Westminster - how many years now? over twenty, - one feels even in the midst of the traffic, or waking at night, Clarissa was positive, a particular hush, or solemnity; an indescribable pause; a suspense (but that might be her heart, affected, that said, by influenza) before Big Ben strikes. There! Out it boomed. First a warning, musical; the hour, irrevocable. The leaden circles dissolved in the air. Such fools we are, she thought, crossing Victoria Street. For Heaven only knows why one lives it so, how one sees it so, making it up, building it round one, tumbling it, creating it every moment afresh; but the veriest frumps, the most dejected of miseries sitting on doorsteps (drink their downfall) do the same; can’t be dealt with, she felt positive, by Acts of Parliament for that very reason: they love life. In people’s eyes, in the swing, tramp, and trudge; in the bellow and the uproar; the carriages, motor cars, omnibuses, vans, sandwich men shuffling and swinging; brass bands; barrel organs; in the triumph and the jingle and the strange high singing of some aeroplane overhead was what she loved; life; London; this moment of June.”




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