NewsÜber michMusikDownloadsTexte

Andreas Bick auf

 

Juli 2010: Essay in "Neue Zeitschrift für Musik"

Essay "Von Bäumen und Geräuschen" in der Juli/August-Ausgabe der "Neuen Zeitschrift für Musik" veröffentlicht

September 2010: Fire und Frost Pattern erscheint auf Gruenrekorder

Die Veröffentlichung von Fire and frost pattern auf dem deutschen Label Gruenrekorder ist auf September verschoben worden.

7. Okt. 2010: Interview auf BR alpha

Um 19:00 Uhr strahlt BR alpha eine Serie über menschliche Intuition aus, in der auch ein Interview mit mir vorkommt

13. Nov. 2010: Andreas Bick in "The Artist's Corner"

Um 23:05 Uhr sendet HR2 in der Sendereihe "The Artist's Corner" ein Portrait von mir

Dezember 2010: Nächtelang über dem Fluss

Musik zu dem Hörspiel "Nächtelang über dem Fluss" von Sylvia Kabus auf Deutschlandradio Kultur


Field Recording

  Play
  Download

At the Holocaust-Tower

Das jüdische Museum in Berlin liegt nur einen kurzen 15-Minuten-Gang von mir entfernt. Teil des Museums ist der Holocaust-Turm, ein großer, leerer Raum mit einschüchternd hohen Wänden, die nur von einem schmalen Fensterschlitz unterbrochen werden, durch den etwas Licht und die Klangatmosphäre der Großstadt in den stillen Innenraum dringt. Ein Gefühl der Isolation und Abgetrenntheit macht sich hier breit und die kalten Wände lassen die Besucher nicht lange ausharren an diesem ungemütlichen Ort.

Vor einigen Jahren fragte ich das Museum, ob ich hier ein paar Klangaufnahmen machen könne und sie stimmten zu. Das Klangbeispiel dokumentiert, wie es an einem lauen Sommerabend in diesem Turm klang, als nicht zu viele Besucher sich ins jüdische Museum verirrten. Ich stellte das Aufnahmegerät und das Mikrofon in einer Ecke des Turms und wartete draußen, um den „Klang der Leere“ ohne meine physische Präsenz einzufangen. Gelegentlich betraten einige Museumsgäste den Raum, die meisten blieben aber nicht sehr lang. Schließlich hört man die Schritte eines Besuchers, der offensichtlich durch das Blinken der LEDs am Aufnahmegerät angezogen wurde, bis er schließlich in das Mikrofon trat und es schnell wieder auf seinen Platz stellte. Er verließ den Turm sofort und eilte an mir vorbei mit einem irgendwie sorgenvollen Gesicht. Ich dachte, wenn ich eine Beschreibung des deutschen Schuldkomplexes aufgrund des Holocausts finden müsste, würde er ungefähr wie dieser Gesichtsausdruch aussehen.




Kontakt
Newsletter abonnieren
Newsletter abonnieren




kein spam, nicht mehr als zwei Newsletter im Jahr