Andreas Bick wurde 1964 im niedersächsischen Marl geboren. Er lernte autodidaktisch Gitarre spielen und zog 1983 nach Berlin, wo er für einige Jahre in Underground-Bands spielte und auftrat. Daneben arbeitete er als Tontechniker und Musikproduzent in verschiedenen Tonstudios, in dieser Zeit entstanden auch die ersten experimentellen Klangkompositionen in Studios des Berliner Kultursenats. Zwischen 1992 und 1996 war Andreas Bick als Musikpädagoge in der Hip Hop Szene tätig und baute das Modellprojekt "Hip Hop Mobil" auf. Er organisierte Musikaustauschprojekte mit dem Goethe-Institut in Kamerun und der Stadt Los Angeles, war als Dozent in beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen tätig und veröffentlichte Texte zu alternativen musikpädagogischen Konzepten im Bereich der Hip-Hop-Kultur. Sein Einstieg als Filmmusik-Komponist erlebte er 1996 mit der Produktion der Titelmusik zur Fernsehreihe
Sperling, der Pilotfilm unter der Regie von Dominik Graf wurde mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet und die Filmmusik von Andreas Bick für den Rolf-Hans-Müller-Preis nominiert. Seitdem entstanden zahlreiche Filmmusiken zu Kino- und Fernsehfilmen und einigen Fernsehserien, darunter die äußerst erfolgreiche Jugendserie
Berlin Berlin, die u. a. 2004 mit dem International Emmy Award ausgezeichnet wurde. Daneben realisierte Andreas Bick Klangkompositionen und Hörspielmusiken für verschiedene Radiosender. Zwischen 2000 und 2003 arbeitete er an einem Triptychon von Hörbildern zu natürlichen Musterbildungsprozessen. Die Klangkomposition
dripping erhielt den Prix Ars Acustica 2000 des WDR und das Stück
windscapes wurde 2002 mit dem Karl-Sczuka-Förderpreis ausgezeichnet. 2006 und 2007 entstanden die beiden Hörstücke
fire und frost pattern, mit denen Bick den Phonurgia Nova Preis 2008 gewann.
Frost pattern erhielt darüber hinaus eine Erwähnung beim 35. Wettbewerb für elektroakustische Musik und Klangkunst in Bourges 2008. Seine neuesten Kompositionen
chronostasis und
phonemenon wurden neulich im Hörspielprogramm des WDR uraufgeführt.
Chronostasis gewann bei den New York Festivals Awards 2009 die World Silver Medal für den besten Sound. Daneben komponierte Andreas Bick die Musik zu der Tanztheater-Choreografie
The Waste Land von Ismael Ivo, die im Rahmen der diesjährigen Kunstbiennale in Venedig uraufgeführt wurde.