 |
 |
 |
 |
News
Play |
|
Premiere von "The Waste Land" 26.06.2009
In Venedig feierte die Tanzchoreografie " The Waste Land" von Ismael Ivo am 20. Juni 2009 ihre Uraufführung. Die ersten beiden Aufführungen waren ein großer Erfolg und es wurden für den 29. und 30. Juni weitere Veranstaltungen angesetzt. Die Choreografie dauert etwa eine Stunde und teilt sich in zwei Hälften, die durch die Musik von mir und Igor Strawinskys "Sacre du Printemps" unterschiedlicher nicht sein könnten. Während der ersten halben Stunde kehren die Tänzer dem Publikum den Rücken zu und bewegen sich ohne Kontakt zu den anderen in den engen Grenzen von durch das Licht beschriebenen Quadraten. Die Körper erscheinen als zuckende und in ihrer Einsamkeit verlorene Fleischhaufen, die sich archaischen Naturgewalten ausgesetzt sehen, welche durch die bedrohlichen Eis- und Feuergeräusche von mir symbolisiert werden. Erst nach einer knappen halben Stunde treten die Tänzer nach vorne an den Bühnenrand und das Publikum kann zum ersten Mal ihre Gesichter erkennen. In diesem Moment setzen die ersten musikalischen Töne ein, der "Sacre du Printemps" markiert den Beginn der Zivilisation, die Entstehung von Kultur und sozialem Verhalten, nach dem die Menschheit in einem unendlich langen Evolutionsprozess den aufrechten Gang erlernt hatte. Dieser Moment ist äußerst effektvoll und Ismael vermied es geschickterweise, auf jede musikalische Nuance dieses Klassikers einzugehen. Das Publikum hat die Chance, nach dem langen Vorspiel von konkreten Klängen die Kraft und Urgewalt des "Sacre" noch einmal ganz neu zu erleben und ebenso verharren die Tänzer staunend mit ihren geschlosssenen Augen am Bühnenrand, wie Neugeborene, deren Augen noch verklebt sind und sich erst an das grelle Licht der neuen Welt gewöhnen müssen. Die Choreografie nimmt von hier aus Fahrt an, die typischen Konflikte menschlichen Zusammenlebens werden tänzerisch angedeutet, in dem sich Paare und Gruppen bilden, die wieder auseinandergerissen werden und in neuen Kombinationen zusammenfinden. Der Höhepunkt des Tanzstücks stellt eine Fontäne aus Öl dar, die sich über die Tänzer ergießt, welche sich wie in einem animistischen Ritual im Schlamm suhlen und fast mit der Erde wieder verschmelzen, aus der sie sich am Anfang des Stückes mühsam erhoben haben. >> mehr Download |
|
Hang Samples Download 26.06.2009
Ich arbeite gerade an einer Filmmusik für eine Fernsehreihe, in der in einem Handlungsstrang illegale afrikanische Einwanderer in Deutschland eine Rolle spielen. Um den afrikanischen Figuren einen eigenen "Ethno"-Ton zu geben, entschieden der Regisseur und ich, mit einem Instrument zu arbeiten, das er hier herumliegen sah und ihn eher an einen großen Wok erinnerte: ein Hang oder auch Hang Drum genannt. >> mehr Download |
|
Die neue Homepage ist online - Tagesringe als freier Download! 02.06.2009
Meine neue Homepage ist online! Vielen Dank an Jens und Sebastian für ihr großartiges Design! Zur Feier des Tages gibt es meine Klangkomposition "Tagesringe" als freien Download. Wer mehr über das Stück erfahren möchte, kann hier nachlesen. Klangkomposition für Tanzchoreografie von Ismael Ivo auf der Kunstbiennale Venedig 10.06.2009
Ismael Ivo lud mich ein, für seine neue Tanzchoreografie " The Waste Land" eine Klangkomposition zu realisieren. Premiere wird am 20. Juni 2009 auf der Kunstbiennale in Venedig sein. Freitag und Samstag verbrachte ich mit Ismael, seinen sehr freundlichen Mitarbeitern und den Tänzern, um den Proben im Teatro Piccolo Arsenale zu folgen und die Musik auf die erste halbe Stunde der Choreografie abzustimmen. Die zweite Hälfte des Tanzstückes wird zu Strawinskys "Sacre du Printemps" einstudiert, Ismael möchte durch diese ungewöhnliche musikalische Gegenüberstellung auf neue Formen der Versklavung und der Ausbeutung natürlicher Ressourcen verweisen. Der durch Raubbau gebeutelte Planet würde durch meine Naturaufnahmen von Vulkanen, Gletschern und brechendem Eis repräsentiert, die in musikalischer Weise zu den Bewegungen der Tänzer gesetzt werden. Eigentlich wird dieser Teil eine extrem verdichtete Variante meiner Komposition " fire and frost pattern" darstellen. Strawinskys "Sacre" steht dem gegenüber für die menschliche Reaktion, für die menschlichen Körper, die sich in einem Ritual des Überlebens bewegen. Ich bin gespannt, wie die Konfrontation meiner konkreten Klänge mit Strawinskys legendärem Stück wirkt, aber ich kann mir vorstellen, dass das Erklingen der ersten "echten" musikalischen Note nach einer halben Stunde äusserst effektvoll sein und dem "Sacre" noch mehr Kraft als ohnehin schon verleihen wird.
|
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
Frost Pattern beim Festival Synthèse 2009
|
Ein Ausschnitt aus frost pattern wird im Rahmen des Festivals Synthèse 2009 am 1. Juni 2009 um 17:00 Uhr im Grand Théâtre von Bourges, Frankreich, gespielt.
|
 |
 |
 |
|