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"Das Haus" auf Deutschlandfunk 02.03.2010

Im Dezember 2009 wurde "Das Haus" zum Hörspiel des Monats gekürt, Deutschlandfunk sendet aus diesem Anlass am 6. 3. 2010 um 20:05 Uhr das Hörspielprojekt nach Mark Z. Danielewski in einer Fassung, die die drei urspünglich parallel ausgestrahlten Versionen vereint. >> mehr

Der Einsturz zu Köln 22.02.2010

Ein ARD Radiofeature von Peter Meisenberg über den Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln und der kollektiven Verantwortungslosigkeit, die zu dem Unglück führte. Regie führte Martin Zylka, die musikalische Untermalung stammt von mir. Sendetermine:
24.02. / 22:05 Uhr / SWR2
27.02. / 13:05 Uhr / Bayern 2
28.02. / 09:05 Uhr / Nordwestradio
28.02. / 11:05 Uhr / WDR5
28.02. / 18:05 Uhr / hr2 Kultur
Das Hörspiel ist ab 28.02.10 (19 Uhr) zum Herunterladen, Nachhören und als Podcast hier für eine Woche verfügbar. >> mehr

Sounds: Radio - Kunst - Neue Musik 12.02.2010



In der Berliner Galerie n.b.k. wird heute die Ausstellung "Sounds: Radio - Kunst - Neue Musik" eröffnet. Im Zentrum der Ausstellung stehen fünf Arbeiten aus dem deutsch-tschechischen Radiokunstprojekt "rádio d-cz". An Hörstationen können darüber hinaus über 100 weitere Radiokompositionen der beteiligten Sender gehört werden, u. a. auch mein Stück "windscapes".

Ehrensenf hat den Winter satt und hört lieber Eisklängen zu 03.02.2010



Das InternetTV Magazin Ehrensenf hat genug vom Winter. In der neuesten Ausgabe werden die Eisaufnahmen aus meinem Blog Silent Listening vorgestellt: zuhause dem Eis lauschen ist angenehmer als draußen im Schnee herumzurutschen...

Eisklänge im Netz 19.01.2010



Nachdem The Music Of Sound den Post "Dispersion of sound waves in ice sheets" in meinem Blog Silent Listening verlinkt hatte, entwickelte sich eine Art buzz im Netz, unter anderen verwiesen BoingBoing, kottke.org, MetaFilter und Sound and Music auf die Aufnahme von Dispersionsgeräuschen aus der Eisfläche eines zugefrorenen Sees. Diese Aufnahme ist ein Teil der Stücke fire and frost pattern, die im Juni diesen Jahres beim deutschen Label Gruenrekorder erscheinen werden. Alle, die an weitere spektakuläre Eis- und Feuergeräusche interessiert sind, können den RSS Feed dieser Seite abonnieren oder sich im Newsletter eintragen und ich werde dann darauf hinweisen, sobald die CD erscheint. Übrigens kann man die Eisklänge auch hier auf der Seite hören - und sogar herunterladen.

"Das Haus" zum Hörspiel des Monats gewählt 05.01.2010



Die deutsche Akademie der Darstellenden Künste hat die WDR-Produktion "Das Haus" zum Hörspiel des Monats Dezember 2009 gewählt. In der Begründung der Jury heißt es: "Die drei beteiligten Regisseure und die Komponisten (Andreas Bick, Thom Kubli, Rainer Quade) entwickeln eine akustische Ästhetik für alles, was da lockt und droht. So weit das Ohr reicht, wummert und wimmert, grollt und heult der Horrorstau in der Endlosschleife. Ein Hörspiel für Zapper? Ja, aber nicht nur. Das experimentelle Spiel spiegelt manche existentielle Herausforderung. So wird auch der Hörer zum Abenteurer, der im akustischen Labyrinth nach versprengten Stücken roten Fadens jagt."

Field Notes 02.01.2010

Die zweite Ausgabe des Online Magazins Field Notes des deutschen Labels Gruenrekorder beinhaltet neben Texten von Gabi Schaffner, Stefan Militzer, Yannick Dauby, Lin Chi-Wei und einem Interview mit Walter Tilgner einen langen Essay von mir: "Listening is Making Sense". Die englischen und deutschen PDFs können hier heruntergeladen werden. >> mehr

David Sylvians Manafon und Lars von Triers Antichrist 02.01.2010

Als ich neulich Lars von Triers Antichrist sah, musste ich an David Sylvians Album Manafon und dessen Artwork denken, das auf seltsame Weise mit von Triers letzten Film korrespondiert. In Antichrist gibt es drei Tiere, die von Sternenkonstellationen repräsentiert werden und Trauer, Schmerz und Verzweifelung symbolisieren: Reh, Fuchs und Rabe. >> mehr

Das Haus, von Mark Z. Danielewski 10.12.2009

Ein Radioexperiment: die Hörspielbearbeitung der postmodernen Romankonstruktion "House of Leaves" von Mark Z. Danielewski wird in drei Versionen zeitgleich auf drei Sendern des WDR ausgestrahlt und spiegelt damit die verschlungene Struktur der Romanvorlage kongenial wieder. >> mehr

Steven Mithen – The Singing Neanderthals 17.10.2009

„Das grundsätzliche Problem bei der Beschäftigung mit der Frage nach dem Ursprung von Sprache ist, um es salopp zu sagen: Sprache hinterlässt kaum Fossilien.“ - Edmund Blair Bolles.
In dem Buch „The Singing Neanderthals“ fasst Steven Mithen, Professor für Archäologie an der englischen University in Reading, seine Sicht auf die Koevolution von Sprache und Musik in der Entwicklung des Menschen zusammen. Gestützt durch viele Belege aus benachbarten Forschungsbereichen wie Anthropologie, Psychologie, Neuro- und Musikwissenschaften entwirft er die These, dass Musik nicht nur ein Nebenprodukt von Sprache wäre ohne evolutionären Nutzen, wie es beispielsweise Steven Pinker behauptet. >> mehr
Klassik geht Clubben 10.09.2009

Gerade komme ich von einem schönen Konzertabend mit zeitgenössischer Musik im Rahmen des C3-Festivals im berüchtigten Berliner Berghain. Es scheint einen „Trend“ zu geben hin zu einem intensiveren Austausch zwischen klassisch ausgebildeten Musikern und Komponisten sowie elektronischer Clubmusik, die hierbei entstehende Musik wird schon mit Begriffen wie „neo-klassisch“ etwas hilflos beschrieben. Mein Freund Me Raabenstein hat gerade eine Kompilation solcher Projekte unter dem Namen „XVI Reflections on Classical Music“ bei Universal Classics herausgebracht, die schon 2001 die „Yellow Lounge“ Serie starteten, in der sie Stars der Klassik-Szene und bekannte DJs zusammenbrachten. >> mehr
Phonografische Töpferware 02.12.2009

Meine erste Begegnung mit einem Podcast von Radiolab, einem Programm des in New York ansässigen Rundfunksenders WNYC, war eine Episode mit dem Namen Staying Alive. Es geht darin um ungewöhnliche Wege, am Leben zu bleiben, und wenn der Podcast schließlich einen Wissenschaftler zitiert, der behauptet, Tausende Jahre alten Stimmen mit einem grammophonartigen Tonabnehmer wiedergeben zu können, die als Schallwellen in den Rillen antiker Töpferwaren eingefangen wurden, musste ich lauthals lachen. Die Idee zu dieser eigenartigen Form der "Paleoakustik" ist natürlich ein Aprilscherz, der auf eine lange Geschichte von Erwähnungen in pseudowissenschaftlichen Veröffentlichungen und Science-Fiction-Romanen zurückgeht (mehr über diese "urbane Legende" kann man hier erfahren). Der Podcast endet mit einem Besuch in einem Erste-Hilfe-Kurs, wo es um die Problematik geht, den richtigen lebensrettenden Rhythmus zu finden (die Pointe möchte nicht verraten...).

Das besondere an den Podcasts von Radiolab ist der ganz eigene Ton, den die Macher treffen: ein von Neugier geprägtes und sich immer wieder ironisch in Frage stellendes Suchen nach Antworten auf die großen Fragen des Lebens, wobei die Grenzen zwischen Wissenschaft und Philosophie verwischt werden. Das kann dann an einigen Stellen extrem komisch werden wie in dem Podcast über Sperma (why so many sperm?) oder ernst und reflektierend wie in den 11 Meditationen über das Wie, Wann und Warum des Sterbens (after life). All diese Gedanken werden kongenial von einem großartigen Sound Design getragen und verstärkt. Der Podcast über den Moment des Sterben inspirierte sogar den Filmemacher Will Hoffman zu diesem fantastischen kleinen Video über Momente des Lebens... >> mehr
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Tagesringe Remixed 26.08.2009

Constantin Popp hat diesen schönen "Remix" von "Tagesringe" gemacht, nicht viel mehr eigentlich als eine Spielerei mit granularen Effekten und der Verstärkung des rauschigen Ausklingens der Pianoakkorde ohne die Field Recordings der Ursprungsversion, wodurch eine warme und vernebelte Atmosphäre entsteht, die an körnige und vergilbte Fotos erinnert. >> mehr

Stummfilme und Geräuschemacher 14.08.2009



Wer bisher glaubte, Stummfilme wären aufgrund technologischer Einschränkungen ohne Ton produziert worden, sollte sich dieses Video von den Jungs von You Look Nice Today anschauen, die sich hier vor den Geräuschemachern der Stummfilmära verneigen und nachweisen, dass die damaligen Filmemacher vielmehr die "Reinheit der Stille" aus ästhetischen Gründen wählten...
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Vaporetti in Venedig 13.07.2009

Um zu der Kunst-Biennale in Venedig zu gelangen, nimmt man für gewöhnlich einen Wasserbus, ein sogenanntes Vaporetto. Die Vaporetto-Station der Biennale ist nicht nur durch die vielen Besucher der Kunstausstellungen hoch frequentiert, sondern auch in besonderem Maße geräuschhaft, wie diese Aufnahme unter Beweis stellt. >> mehr

Chronostasis gewinnt Silver World Medal bei den New York Festivals Awards 07.07.2009



Meine jüngste Klangkomposition chronostasis hat bei den New York Festivals Awards für Radio Programming & Promotion eine Silver World Medal in der Kategorie "Bester Sound" und ein Finalist Certificate in der Kategorie "Bestes Editing" erhalten. Das Stück wurde vom Westdeutschen Rundfunk produziert für das Studio Akustische Kunst unter der Redaktion von Markus Heuger. Die New York Festivals Awards vergeben seit 52 Jahren Preise für die besten Radioarbeiten der Welt, die von einer internationalen Jury nach Produktionsgüte, Kreativität, Organisation und dem Gebrauch des Mediums bewertet werden. Die vollständige Liste der Gewinner kann in diesem PDF eingesehen werden.
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Premiere von "The Waste Land" 06.07.2009

In Venedig feierte die Tanzchoreografie "The Waste Land" von Ismael Ivo am 20. Juni 2009 ihre Uraufführung. Die ersten beiden Aufführungen waren ein großer Erfolg und es wurden für den 29. und 30. Juni weitere Veranstaltungen angesetzt. Die Choreografie dauert etwa eine Stunde und teilt sich in zwei Hälften, die durch die Musik von mir und Igor Strawinskys "Sacre du Printemps" unterschiedlicher nicht sein könnten. Während der ersten halben Stunde kehren die Tänzer dem Publikum den Rücken zu und bewegen sich ohne Kontakt zu den anderen in den engen Grenzen von durch das Licht beschriebenen Quadraten. Die Körper erscheinen als zuckende und in ihrer Einsamkeit verlorene Fleischhaufen, die sich archaischen Naturgewalten ausgesetzt sehen, welche durch die bedrohlichen Eis- und Feuergeräusche von mir symbolisiert werden. Erst nach einer knappen halben Stunde treten die Tänzer nach vorne an den Bühnenrand und das Publikum kann zum ersten Mal ihre Gesichter erkennen. In diesem Moment setzen die ersten musikalischen Töne ein, der "Sacre du Printemps" markiert den Beginn der Zivilisation, die Entstehung von Kultur und sozialem Verhalten, nach dem die Menschheit in einem unendlich langen Evolutionsprozess den aufrechten Gang erlernt hatte. Dieser Moment ist äußerst effektvoll und Ismael vermied es geschickterweise, auf jede musikalische Nuance dieses Klassikers einzugehen. Das Publikum hat die Chance, nach dem langen Vorspiel von konkreten Klängen die Kraft und Urgewalt des "Sacre" noch einmal ganz neu zu erleben und ebenso verharren die Tänzer staunend mit ihren geschlosssenen Augen am Bühnenrand, wie Neugeborene, deren Augen noch verklebt sind und sich erst an das grelle Licht der neuen Welt gewöhnen müssen. Die Choreografie nimmt von hier aus Fahrt an, die typischen Konflikte menschlichen Zusammenlebens werden tänzerisch angedeutet, in dem sich Paare und Gruppen bilden, die wieder auseinandergerissen werden und in neuen Kombinationen zusammenfinden. Der Höhepunkt des Tanzstücks stellt eine Fontäne aus Öl dar, die sich über die Tänzer ergießt, welche sich wie in einem animistischen Ritual im Schlamm suhlen und fast mit der Erde wieder verschmelzen, aus der sie sich am Anfang des Stückes mühsam erhoben haben. >> mehr
Hang Samples Download 29.10.2009

Ich arbeite gerade an einer Filmmusik für eine Fernsehreihe, in der in einem Handlungsstrang illegale afrikanische Einwanderer in Deutschland eine Rolle spielen. Um den afrikanischen Figuren einen eigenen "Ethno"-Ton zu geben, entschieden der Regisseur und ich, mit einem Instrument zu arbeiten, das er hier herumliegen sah und ihn eher an einen großen Wok erinnerte: ein Hang oder auch Hang Drum genannt. >> mehr

Die neue Homepage ist online - Tagesringe als freier Download! 02.06.2009



Meine neue Homepage ist online! Vielen Dank an Jens und Sebastian für ihr großartiges Design! Zur Feier des Tages gibt es meine Klangkomposition "Tagesringe" als freien Download. Wer mehr über das Stück erfahren möchte, kann hier nachlesen.

Klangkomposition für Tanzchoreografie von Ismael Ivo auf der Kunstbiennale Venedig 10.06.2009



Ismael Ivo lud mich ein, für seine neue Tanzchoreografie "The Waste Land" eine Klangkomposition zu realisieren. Premiere wird am 20. Juni 2009 auf der Kunstbiennale in Venedig sein. Freitag und Samstag verbrachte ich mit Ismael, seinen sehr freundlichen Mitarbeitern und den Tänzern, um den Proben im Teatro Piccolo Arsenale zu folgen und die Musik auf die erste halbe Stunde der Choreografie abzustimmen. Die zweite Hälfte des Tanzstückes wird zu Strawinskys "Sacre du Printemps" einstudiert, Ismael möchte durch diese ungewöhnliche musikalische Gegenüberstellung auf neue Formen der Versklavung und der Ausbeutung natürlicher Ressourcen verweisen. Der durch Raubbau gebeutelte Planet würde durch meine Naturaufnahmen von Vulkanen, Gletschern und brechendem Eis repräsentiert, die in musikalischer Weise zu den Bewegungen der Tänzer gesetzt werden. Eigentlich wird dieser Teil eine extrem verdichtete Variante meiner Komposition "fire and frost pattern" darstellen. Strawinskys "Sacre" steht dem gegenüber für die menschliche Reaktion, für die menschlichen Körper, die sich in einem Ritual des Überlebens bewegen. Ich bin gespannt, wie die Konfrontation meiner konkreten Klänge mit Strawinskys legendärem Stück wirkt, aber ich kann mir vorstellen, dass das Erklingen der ersten "echten" musikalischen Note nach einer halben Stunde äusserst effektvoll sein und dem "Sacre" noch mehr Kraft als ohnehin schon verleihen wird.

Leigh Landy – Understanding the Art of Sound Organization 27.05.2009

Kürzlich fand in Berlin das Festival „recycling sampling jamming“ statt, auf dem auch Leigh Landy zum Thema Sampling sprach. Leider konnte ich wegen Krankheit nicht bei der Veranstaltung dabei sein, aber auf der Homepage des Festivals können die Vorträge größtenteils noch als MP3s angehört werden... >> mehr
Klangkunst in den Filmen von Gus Van Sant 19.05.2009

Neulich sah ich Gus Van Sant's Film "Paranoid Park" im Fernsehen. Van Sant ist bekannt für seine kontroversen filmischen Arbeiten zwischen Mainstream wie "Good Will Hunting" und Arthouse-Kino wie in der "Todes-Trilogie", die sich aus den Filmen "Gerry", "Elephant" und "Last Days" zusammensetzt... >> mehr
Carsten Nicolai Interview auf Gestalten TV 22.05.2009

Carsten Nicolai aka Alva Noto spricht über sein neues Buch "grid index" in einem Interview auf Gestalten TV. Die Muster, die er dort präsentiert, erinnern mich an die Penrose Parkettierung und insbesondere an die islamischen Ornamente, wie sie z. B. am Darb-i-Imam Schrein im Iran gefunden wurden... >> mehr

Alva Noto @ CTM 09 from isabelle rousset on Vimeo.
Januar 2009: Field Notes
Zweite Ausgabe des Online Magazins Field Notes von Gruenrekorder mit meinem Essay "Listening is Making Sense"
19. März 2010: Fragmente einer Sprache der Liebe
Hörspielbearbeitung von Roland Barthes' "Fragmente einer Sprache der Liebe" auf WDR3 um 23:05 Uhr.
18. Juni 2010: Chronostasis und Tagesringe
Deutschlandradio Kultur spielt Chronostasis und Tagesringe.
Gruenrekorder kündigt CD-Veröffentlichung von Fire und Frost Pattern für Juni 2010 an
Das deutsche Label Gruenrekorder wird dieses Jahr meine Zwillingsstücke fire und frost pattern auf CD veröffentlichen. Beide Stücke erhielten den Phonurgia Nova Preis 2008.

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